Adolf Hacker

  • geb. 11. 5. 1873 in Schwarzenbach a. d. Saale im Alten Rathaus, jetzt Kunstgalerie
  • 1875 bis Juli 1890 Umzug nach Hof, Schulbesuch, Malerlehre
  • 1892 „Rosenthalkunstschule” in München
  • 1897 Malklasse der Kunstgewerbeschule in Hannover
  • von 1899 bis 1909 eigenes Malergeschäft in Heidelberg
  • von 1909 bis 1912 Studium an der Kunstakademie in Karlsruhe, Professoren Hans Thoma, Schurth, Ritter, besonders W. Trübner.,
  • 1912/1913 Studienatelier Lovis Corinth, Berlin
  • 1912 bis 1914 Sommerkurse für Malen und Zeichnen im eigenen Atelier in Heidelberg
  • 1913/1914 Academie de La Grande Chaumiere Paris
  • 1914 bis 1918 Freiwilliger Dienst für Rotes Kreuz, Malersmaat der Marine, Lehrer für Kriegsbeschädigte (Rehabilitation)
  • Dez. 1918 Rückkehr nach Heidelberg, freier Künstler, „Malender Chronist“
  • 1919 Wiedereröffnung der eigenen Malerschule
  • Frühjahr 1924  Italienreise und Studium an der Kunstakademie in Rom, Meisterklasse Aktmalerei
  • 1924 bis 1943 freier Künstler in Heidelberg, jährlich Malreisen
  • 14. August 1943 ohne Erkrankung an Gehirnschlag gestorben.

Ausstellungen

Von 1906 an ständig Ausstellungen in allen
Städten seines Wirkens, insbesondere in den örtlichen
Museen und Kunstvereinen. 

Letzte große Ausstellung im Jahr 2000 im Museum im Alten Rathaus in Neckarsgmünd.

Adolf Hacker gilt als ein Künstler des malerischen Realismus. Dieser sog. etablierte Stil wurde damals, in Abgrenzung zur Avantgarde, an allen Kunstschulen und Akademien gelehrt. Im Laufe seines Wirkens lässt sich eine mehrfache Wandlung seines Malstils erkennen. Besonders die Schulung bei Lovis Corinth und der Aufenthalt in Paris wirkten sich deutlich auf seine Malweise aus.

Adolf Hacker beherrschte eine sehr breite Palette an Maltechniken und war auch ein hervorragender Zeichner. Im Auftrag besonders amerikanischer Kunden kopierte er auch perfekt Gemälde alter Meister.

Zu seiner Zeit waren seine Bilder sehr beliebt und wurden ihm oft förmlich „aus den Händen gerissen“. Als Portraitist war er deutschlandweit bekannt und gefragt.

Wenn auch der Schwerpunkt seiner Tätigkeit im Raum Heidelberg lag, blieb die Verbindung zu seinem Geburtsort stets erhalten. Dies wird bezeugt durch zahlreiche Bilder mit Schwarzenbacher Motiven und Portraits Schwarzenbacher Persönlichkeiten.

Übrigens war sein in Münchberg geborener älterer Bruder der erste Luftschifffahrtskapitän bei Graf Zeppelin.